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Geschichte

der Arbeitsgemeinschaft

Im Zuge des Zweiten Vatikanischen Konzils (1962-65) wird vom damaligen Konzilsvater und Beuroner Erzabt Benedikt Reetz OSB erstmals eine Versammlung der „Oblatenväter“ der Beuroner Kongregation einberufen, in deren Zuge kongregationsübergreifend ein gemeinsames Oblatenbuch entsteht. Auch das Gemeinschaftsgefüge der Oblaten untereinander wird gestärkt. Bei weiteren Treffen wird die Bedeutung der Konzilsdokumente für das Oblatentum beleuchtet, das als „Kirche im kleinen“ verstanden wird. Konsequenz daraus ist das Zusammenwachsen der Arbeitsgemeinschaft und die Diskussion um Satzungen und Riten. Im Vorstand sind OblatenrektorInnen und OblatInnen vertreten.

Eine ausführliche Darstellung zu Entstehung und Werdegang der Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten bis zum Jahr 2011 hat die St. Ottilianer Oblatin, Mitgründerin, langjähriges Vorstandsmiglied und Archivarin Dr. Irmgard Patricia Schmidt-Sommer verfasst.

Auf Treffen der Arbeitsgemeinschaft 1974 und 1982 werden die Sachfragen und ihre Behandlung in den einzelnen Klöstern diskutiert. Die Frage, wie die benediktinischen Grundlagen der Spiritualität im Oblatentum deutlicher hervorgehoben werden können, führt auf der Tagung 1982 zur Umbenennung von „Weltoblaten“ zu „Benediktineroblaten“. Die Arbeitsgemeinschaft Benediktineroblaten ist geboren und verabschiedet Satzung und Riten. Es stoßen in den 1970er Jahren zisterziensische und ab 1998 evangelische Gemeinschaften, die nach der Regel des heiligen Benedikt leben, zur Arbeitsgemeinschaft.

Das Statut von 1984 wurde auf der Tagung in der 1998 durch ein erweitertes ersetzt, denn die Aufgaben waren umfangreicher und damit die Arbeit differenzierter geworden. Zum Vorstand gehören seither je ein weiterer Oblatenrektor bzw. -rektorin und ein Oblate bzw. Oblatin – auch weil sich in der Zwischenzeit mehrere Klöster der Arbeitsgemeinschaft angeschlossen hatten. Mit der Teilnahme der evangelischen Kommunität vom Schwanberg, die nach der Regel Benedikts lebt, hat sich 1998 die Arbeitsgemeinschaft zur Ökumene hin ausgeweitet.